ⓘ Roland Hartwig

                                     

ⓘ Roland Hartwig

Nach dem Abitur 1973 in Heilbronn leistete Hartwig seinen Wehrdienst ab und begann 1974 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das er 1979 mit dem 1. Staatsexamen beendete. Das anschließende Referendariat schloss er 1982 mit dem 2. Staatsexamen ab. Von 1980 bis 1984 war er Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg im Breisgau. 1984 wurde er an der Universität Freiburg mit der Arbeit "Vorteilsgewährung und Bestechung als Wirtschaftsstraftaten" zum Dr. jur. promoviert. 1984 trat er in die Rechtsabteilung der Bayer AG in Leverkusen ein. 1997 übernahm er dort die Leitung der zentralen Patentabteilung und 1999 als Chefsyndikus die weltweite Verantwortung für den Bereich Recht und Patente des Bayer-Konzerns. 2016 trat er in den Ruhestand ein und ist seitdem als selbständiger Rechtsanwalt tätig.

Roland Hartwig ist verheiratet und hat fünf Kinder. Im Herbst 2017 zog er von Bergisch Gladbach nach Königswinter um.

                                     

1. Partei

Hartwig trat im Mai 2013 in die AfD ein, weil ihm laut Die Zeit CDU und FDP zu weit nach links gerückt waren. Von Juni 2016 bis September 2017 gehörte er dem AfD-Vorstand im Rheinisch-Bergischen Kreis an. Seit Februar 2020 ist er Mitglied im AfD-Vorstand im Rhein-Sieg-Kreis.

Seit 2018 leitet Hartwig eine Arbeitsgruppe zum Umgang der AfD mit einer möglichen Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

                                     

2. Abgeordneter

Hartwig ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört dort dem Auswärtigen Ausschuss an.

Hartwig wurde bei der Bundestagswahl 2017 über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag gewählt. Als Direktkandidat im Rheinisch-Bergischen Kreis erreichte er 7.2 % der Erststimmen.

                                     

3. Positionen

Hartwig bezeichnete sich selbst als liberal-konservativ und unterstützte bis zu deren Austritt aus der AfD den Kurs von Frauke Petry. Hartwig ist von der Bedeutung des menschlichen Anteils am Klimawandel "nicht überzeugt" Die Zeit.

Hartwig veröffentlichte eine Handreichung zum Umgang mit dem Verfassungsschutz, mit der festgeschrieben werden soll, was AfD-Mitglieder öffentlich äußern dürfen. Die Handreichung enthält eine umfangreiche Liste von Positionen, Äußerungen und Begriffen, die Parteimitglieder nicht mehr äußern dürfen; andernfalls drohen ihnen Parteiordnungsverfahren bis hin zu Parteiausschlussverfahren. Unter anderem soll es AfD-Mitgliedern unter Androhung von Parteiordnungsverfahren fortan untersagt sein "Phänomene wie Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Jugendgewalt und Terrorismus ausschließlich und undifferenziert mit dem Islam in Verbindung zu bringen". Auch die Forderung nach prinzipieller Verweigerung eines dauerhaften Aufenthaltsrechts für Personen, die nicht der "deutschen Volksgemeinschaft" angehören, werden als nachvollziehbare Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen bejaht.