ⓘ Erich-Wolfgang Hartzsch

                                     

ⓘ Erich-Wolfgang Hartzsch

Erich-Wolfgang Hartzsch ist ein deutscher Maler, Grafiker und Medienkünstler, der zur unabhängigen Kunstszene der DDR gehörte.

Seine Werk umfasst Malerei, plastische Objekte, Skulpturen, Fotografie, Film, Musik, Keramik und Tuschezeichnungen, sowie Gedichte und musikalische Experimente.

                                     

1. Leben und Werk

Hartzsch beendete 1970 seine Ausbildung als Chemieanlagenbauer. Von 1971 bis 1976 studierte er Maschinenbau und schloss von 1976 bis 1979 ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für bildende Künste Dresden/Außenstelle Oederan an.

Ab 1980 arbeitete er musikalisch mit Klaus Hähner-Springmühl, Andreas Hartzsch, Frank Rassbach, Gitte Hähner-Springmühl in der Gruppe Kartoffelschälmaschine zusammen. Ab 1985 entstanden erste längere experimentelle Filme, beispielsweise Himmelsleiter, Gelena und Der Zauberer 1+2. 1988 entstanden Serien von Künstlerbüchern als Unikate "Einbuch". Die Zeit bis 1990 war für Hartzsch geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft zu Klaus Hähner-Springmühl. In den Jahren 1996 bis 2006 entstanden seine sogenannten "Meditationstafelbilder" aus Papier, Terracotta, Fotografie, sowie zwölf Gedichtbände mit Illustrationen. 2007 entstanden farbige Arbeiten auf Leinen und Papier, mit den Titel Konstruktion und menschliche Figur, im Jahr 2008 der 13. Gedichtband mit Illustrationen. Von 2006 bis 2009 entstanden Arbeiten auf Leinen und Papier, Videoexperimente/Fotografie Konstruktion und Farbe, Einbücher als Tagebücher, Objekte. Grafiken werden von Hartzsch auf einer Lederpresse selbst gedruckt.

                                     

2. Einzelausstellungen Auswahl

  • 1985 Galerie Clara, Mosch Karl-Marx-Stadt
  • 1986 Galerie Oben, Karl-Marx-Stadt
  • 2000 Schlosskirche, Chemnitz
  • 1988 Galerie am Markt, Annaberg
  • 1998 Galerie im Lindenhaus, Schloss Augustusburg
  • 2013 Galerie Bethanien, Berlin
  • 1995 Galerie Oben, Chemnitz
  • 1991 Galerie 88, Hanau
  • 1989 Galerie Schauspielhaus, Karl-Marx-Stadt
  • 2019 Museum der bildenden Künste Leipzig, Katalog
  • 2002 Galerie Oben, Chemnitz
  • 1991 Galerie Oben, Chemnitz
  • 2011 Galerie Laterne, Chemnitz
  • 2000 Städtische Galerie, Riesa
  • 1989 Galerie Pablo Neruda Club, Karl-Marx-Stadt
  • 2018 Galerie alina art galerie, Leipzig
                                     

3. Experimentalfilm und Fotografie

Die meisten seiner Filme entstanden in der Zeit von 1978 bis 1989. Seine Filme gelangten nicht in öffentliche Kinos, sondern wurden innerhalb der Kunstszene, z. B. in Museen, Galerien und Künstlerhäusern gezeigt. Seine Fotoarbeiten beinhalten Übermalungen, Collagen und Objektkunst.

  • 1996 "Das andere Kino" unabhängig produzierte Schmalfilme in der DDR 1978–1986, Filmmuseum Potsdam
  • 2004 Beteiligung am Dokumentarfilm Aus Liebe zum Volk
  • 2013 Ausstellung Klaus Hähner-Springmühl in der Galerie Bethanien Berlin, gezeigt werden die Filme Menschen dieser Stadt und Himmelsleiter
  • NN "Gegenbilder, filmische Subversio in der DDR 1976–1986", Buchpremiere im "Central" Kino Berlin Mitte
Filme
  • "Hirnrad"
  • "Gabelbissen"
  • "Fisch, Wasser, Kopf"
  • "Erdkruste"
  • "Himmelsleiter"
  • "Schinken unterm Papier"
  • "Der Zauberer 2"
  • "Feldlinien"
  • "Der Zauberer 1"
  • "Mirabilia"
  • "Menschen dieser Stadt"
  • "Grünauge"
  • "Eichenblatt"
  • "Kulturpyramide oder im Grünen ein Traum"
  • "Gelena"
  • "Menschen im Schnitt"
  • "Die Fütterung"


                                     

4. Arbeiten in öffentlichem Besitz

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Kunstsammlung der Deutschen Bank, Kunstsammlungen Chemnitz, Kupferstichkabinett Dresden, Kunsthalle Rostock, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Opernhaus Chemnitz, Envia Chemnitz, Kunstfonds des Freistaates Sachsen, Kupferstichkabinett des Schweriner Museums Neue Sächsische Galerie