ⓘ Richard Hartwig

                                     

ⓘ Richard Hartwig

Hartwig beriet die Geschäftsleitung der Basketball-Mannschaft der SG FT/MTV Braunschweig 1992 zunächst kurzfristig in Finanzfragen, im Sommer 1992 übernahm er als alleiniger Gesellschafter die Führung des wirtschaftlich angeschlagenen Lizenzinhabers des Erstligisten SG Basketball GmbH. 1994 stieg die Mannschaft aus der Basketball-Bundesliga ab. Der Fuhrunternehmer erwarb die Bundesligalizenz der BG Bramsche/Osnabrück für einen Beitrag von 100 000 D-Mark, sodass Braunschweig unter seiner Leitung ab der Saison 1995/96 wieder in der höchsten deutschen Spielklasse antrat. Hartwig war drei Jahre lang Vizepräsident des Deutschen Basketball-Bundes, in seinen Aufgabenbereich fielen dort Liga- und Schiedsrichterbelange. Hartwig sagte später von sich selbst, "ein einflussreicher Mann im deutschen Basketball" gewesen zu sein.

Bis 2000 war er Geschäftsführer sowie alleiniger Gesellschafter des Lizenznehmers der Braunschweiger Profimannschaft und somit nach Einschätzung des Basketball-Journalisten Dino Reisner "jahrelang alleiniger Macher des Braunschweiger Basketballs". Nach seinem Abschied als Klubeigner stellte er an den Nachfolgebetreiber des Braunschweiger Bundesligisten finanzielle Forderungen von insgesamt 700.000 DM, warf seinen Nachfolgern schwere Versäumnisse vor und erhielt Hallenverbot. Eigener Aussage nach steckte Hartwig während seiner Amtszeit als Gesellschafter der SG-Betreibergesellschaft mehr als eine Million D-Mark seines Privatvermögens in den Basketballsport. Er setzte sich für den Bau der Volkswagen Halle ein, die laut Hartwig auch dank seines Drängens errichtet wurde, als er 1999 drohte, die Braunschweiger Basketball-Lizenz nach Bielefeld zu verkaufen, was er später als "Vorwand, um Druck zu machen" bezeichnete.

Hartwig war Gründer der Spedition Hartwig KG, Hotelbesitzer sowie Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes Braunschweig.