ⓘ Harald Hartung

                                     

ⓘ Harald Hartung

Harald Hartung entstammt einer Bergmannsfamilie. Er verbrachte die Kindheit in Herne, Mülheim an der Ruhr und in Prag. Nach dem Abitur begann er 1954 ein Studium der Germanistik und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, das er an der Ludwig-Maximilians-Universität München fortsetzte und 1960 mit dem Staatsexamen abschloss. Von 1960 bis 1965 arbeitete er als Gymnasiallehrer an Schulen im Ruhrgebiet. 1966 ging er nach Berlin, wo er als Dozent an der Pädagogischen Hochschule wirkte. 1971 wechselte er zur Technischen Universität Berlin; dort hatte er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1998 eine Professur für Deutsche Sprache und Literatur inne. Von 1983 bis 1986 war er ehrenamtlicher Direktor des Literarischen Colloquiums Berlin.

Harald Hartung ist neben seiner Arbeit als Dozent, Literaturkritiker und Herausgeber auch als Verfasser von Gedichten und Essays hervorgetreten. Harald Hartung ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, der Akademie der Künste Berlin, der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

                                     

1. Einzeltitel

  • Experimentelle Literatur und konkrete Poesie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1975.
  • Reichsbahngelände. Bläscke, Reihe Das neueste Gedicht, Darmstadt 1974.
  • Poesie im Prozeß. Überlegungen zur internationalen Lyrik. Steiner Verlag, Stuttgart 1994.
  • Ein Unterton von Glück. Über Dichter und Gedichte. Wallstein Verlag, Göttingen 2007.
  • Deutsche Lyrik seit 1965. Tendenzen, Beispiele, Porträts. Piper Verlag, München u. Zürich 1985.
  • Jahre mit Windrad. Gedichte. Steidl Verlag, Göttingen 1996.
  • Traum im Deutschen Museum. Gedichte 1965-1985. Piper, München u. Zürich 1986.
  • Lesebuch Harald Hartung – zusammengestellt vom Autor. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8498-1180-8.
  • Das gewöhnliche Licht. Gedichte. Neske, Pfullingen 1976; Klett-Cotta 1998.
  • Machen oder Entstehenlassen. Erfahrungen beim Schreiben von Lyrik. Steiner, Stuttgart 2001.
  • Masken und Stimmen. Figuren der modernen Lyrik. Carl Hanser Verlag, München u. Wien 1996.
  • Ein vierzehngliedriger Salamander. Münchner Reden zur Poesie. Edition Lyrik Kabinett, München, 2010, ISBN 978-3-938776-28-5.
  • Der Tag vor dem Abend. Aufzeichnungen. Wallstein Verlag, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1110-7.
  • Die Launen der Poesie. Deutsche und internationale Lyrik seit 1980. Wallstein Verlag, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1380-4.
  • Das Auto des Erzherzogs. Gedichte. Wallstein Verlag, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-3127-3.
  • Langsamer träumen. Gedichte. Carl Hanser Verlag, München u. Wien 2002.
  • Aktennotiz meines Engels. Gedichte 1957-2004. Wallstein Verlag, Göttingen 2005.
  • Augenzeit. Gedichte. Neske, Pfullingen 1978.
  • Hase und Hegel. Gedichte. Atelier Verlag Andernach, Andernach 1970.
  • Wintermalerei. Gedichte. Wallstein Verlag, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0777-3.
                                     

1.1. Einzeltitel Herausgabe

  • Michael Hamburger: Literarische Erfahrungen. Darmstadt u. a. 1981.
  • Am Sandwerder 5. Berlin 1985.
  • Vom Naturalismus bis zur Jahrhundertmitte. Stuttgart 1983.
  • Jahrbuch der Lyrik. Am Rand der Zeit. Mit Christoph Buchwald. Düsseldorf 1979.
  • Luftfracht. Die Andere Bibliothek. Frankfurt am Main 1991.
  • 1. Zeitgenossen, haufenweise. 1998.
  • Erich Kästner: Werke. München u. a.
  • Georg Heym: Gedichte. München u. a. 1986.
  • Fruchtblätter. Berlin 1977.
  • Jahrhundertgedächtnis., Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-15-059742-0.
  • Theorie der modernen Lyrik. München.
  • 2. Dokumente zur Poetik. 2003.
  • 1. Dokumente zur Poetik. 2003.
  • Ernst Meister: Ernst-Meister-Lesebuch. Köln 2005.
                                     

2. Auszeichnungen

  • 2002: Preis der Frankfurter Anthologie
  • 1979: Förderpreis Berliner Kunstpreis
  • 2004: Würth-Preis für Europäische Literatur
  • 2012: Literaturpreis Ruhr
  • 2008: Premio Internazionale "Sulle Orme di Ada Negri" für Langsamer träumen
  • 2009: Johann-Heinrich-Merck-Preis
  • 1987: Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis
  • 1999: Internationaler Lyrikpreis" Chianti Ruffino-Antico Fattore