ⓘ Béchara el-Khoury

                                     

ⓘ Béchara el-Khoury

Béchara El-Khoury war der erste Präsident des Libanon. Er war vom 21. September 1943 bis zum 18. September 1952 im Amt. Zuvor war er zweimal libanesischer Ministerpräsident und zwar vom 5. Mai 1927 bis zum 10. August 1928 und dann vom 9. Mai bis 11. Oktober 1929.

                                     

1. Leben

Khoury wurde 1890 als Untertan des osmanischen Sultans geboren. Als der Erste Weltkrieg endete, war er 28 Jahre alt. Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die Siegermächte Frankreich und Großbritannien das zerfallene Osmanische Reich entgegen vorherigen Zusicherungen unter ihre Herrschaft gebracht und dies durch mehrere Völkerbundmandate abgesichert. Khoury war nichtstudierter Rechtsanwalt und gründete die ad-Dustour-Partei. Als arabischer Nationalist lehnte er das französische Völkerbundmandat für Syrien und Libanon vehement ab und strebte für sein Land nach Unabhängigkeit. Am 11. November 1943 wurde er durch Truppen des unbesetzten Vichy-Frankreich im Raschaya-Turm inhaftiert, zusammen mit Riad as-Solh dem damaligen libanesischen Ministerpräsidenten, Pierre Gemayel, Camille Chamoun und einigen anderen Persönlichkeiten, welche die libanesische Politik nach der Unabhängigkeit dominieren sollten.

Massive Demonstrationen zwangen die französischen Truppen am 22. November 1943, die Inhaftierten freizulassen. Der Tag wird bis heute als Unabhängigkeitstag gefeiert.

Khoury war maßgeblich am Entstehen des Nationalpaktes beteiligt, einer Vereinbarung zwischen christlichen und muslimischen Führern des Libanon, welche immer noch bis heute die Grundlage der heutigen Verfassungsstruktur des Landes bildet. Diese Vereinbarung wurde in der Verfassung des Libanon bis zum Abkommen von Taif im Jahre 1989 nicht festgeschrieben und galt im Wesentlichen bis zum Beginn des Bürgerkriegs 1975. In dem Pakt akzeptierten die Christen die Einreihung des Libanon in die Arabische Liga und stimmten zu, nicht den Schutz Frankreichs zu suchen, während die Muslime den libanesischen Staat in seinen damaligen Grenzen akzeptierten und versprachen, nicht die Vereinigung mit dem benachbarten Syrien zu verlangen. Der Pakt verteilte – basierend auf dem Zensus von 1932 – die Sitze in der libanesischen Nationalversammlung in einem Verhältnis von sechs Christen zu fünf Moslems – unabhängig von der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung. Dieses Verhältnis wurde 1989 mit dem Abkommen von Taif auf 50:50 geändert. Am signifikantesten ist die Zuordnung der drei wichtigsten Verfassungseinrichtungen Präsident, Ministerpräsident und Parlamentssprecher jeweils zu den Maroniten, den Sunniten und Schiiten, den drei größten Konfessionen des Libanon.

Khourys Amtsjahre wurden von einem großen wirtschaftlichem Wachstum begleitet, aber der Palästinakrieg von 1948, in welchem Libanon an der Seite der Araber gegen Israel kämpfte, belastete die libanesische Wirtschaft mit den finanziellen Kosten und einigen hunderttausend palästinensischen Flüchtlingen. Diese Faktoren und die Verdächtigung von Korruption in Khourys Regierung verursachten Massenproteste, die ihn am 18. September 1952 zum Rücktritt zwangen. Sein Nachfolger war Camille Chamoun, obwohl zunächst Fuad Schihab für eine kurze Zeit die Amtsgeschäfte führte.

                                     
  • Libanon Basilio Khoury 1883 1941 syrischer Erzbischof von Homs Béchara el - Khoury 1890 1964 der erste Präsident des Libanon Bechara El - Khoury 1957
  • zum 25. September 1943. Danach bot er einen Empfang zum Ehren von Béchara el - Khoury an, den soeben gewählten Präsidenten der Republik dieser Empfang
  • oder al - Churi arabisch خوري, DMG Ḫūrī auch Khoury ist der Familienname folgender Personen: Béchara el - Khoury 1890 1964 erster Präsident des Libanon
  • wird eine ungeschriebene Übereinkunft genannt, die 1943 zwischen Béchara el - Khoury dem damaligen Präsidenten Libanons, und dem damaligen Premierminister
  • des Libanon von Syrien ein und war als Nachfolger seines Verwandten Béchara el - Khoury vom 10. August 1928 bis zum 9. Mai 1929 Ministerpräsident des Libanon
  • Während seiner politischen Karriere wurde Akkari in der Epoche von Béchara el - Khoury unter anderem Innenminister, Landwirtschaftsminister, Verteidigungsminister
  • Funktionen der libanesischen Regierung an. Unter der Präsidentschaft von Béchara el - Khoury war er Finanz - und Postminister, unter Fuad Schihab AuSen - und Justizminister
  • teilzunehmen. Die beiden starken Männer im Libanon, Émile Eddé und Béchara El - Khoury lieferten sich in seiner Abwesenheit einen Machtkampf um seine Nachfolge
  • gehörte zur wachsenden Opposition, die 1952 den Staatspräsidenten Béchara el - Khoury 1943 1952 zum Rücktritt zwang und die sich in der sogenannten Nationalfront