ⓘ Hugo Hartung (Schriftsteller)

                                     

ⓘ Hugo Hartung (Schriftsteller)

Hugo Andreas Hartung war ein deutscher Schriftsteller, Hörspielautor und gelegentlicher Drehbuchautor. Er schrieb auch unter dem Pseudonym N. Dymion. Sein bekanntestes Werk ist der erfolgreiche Roman Ich denke oft an Piroschka.

                                     

1. Leben

Hugo Hartung, im Vogtland geborener Sohn einer österreichischen Mutter, studierte ab 1922 in Leipzig, Wien und München Theaterwissenschaften, Kunst- und Literaturgeschichte. 1928 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Anschließend arbeitete er zunächst als Schauspieler an der Landesbühne in München. In München lernte er auch Joachim Ringelnatz und Frank Wedekind kennen. Ab 1931 war Hartung als freier Schriftsteller erfolgreicher Mitarbeiter angesehener Zeitschriften, unter anderem für den Simplicissimus, und schrieb ab 1933 Hörspiele für den Bayerischen Rundfunk. 1936 ging er als Chefdramaturg nach Oldenburg, nachdem er mit Schreibverbot belegt worden war. Ab 1940 nahm er die gleiche Tätigkeit in Breslau auf. 1945 musste er als einfacher Soldat an den Kämpfen um die Stadt teilnehmen und schuf aus seinen Erlebnissen später die Novelle Die große belmontische Musik und den dokumentarischen Roman Der Himmel war unten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Hartung bis 1947 in Neustadt an der Orla Thüringen, danach bis 1950 in Potsdam und anschließend in West-Berlin, wo er Mitglied der Akademie der Künste wurde. 1960 kam er nach München und widmete sich wieder verstärkt der Schriftstellerei. Seine teils ernsten und teils heiteren Romane wurden vielfach übersetzt und einige verfilmt.

                                     

2. Bibliographie

  • Wir Wunderkinder. Der dennoch heitere Roman unseres Lebens 1957
  • Schlesien 1944/45. Aufzeichnungen und Tagebücher 1956
  • Aber Anne hieß Marie Roman, 1952
  • Die stillen Abenteuer. Begegnungen mit Menschen und Landschaften 1963
  • Deutschland, deine Schlesier. Rübezahls unruhige Kinder 1970
  • Piroschka Bühnenkomödie, uraufgeführt 1958
  • Mit Dichtern reisen. Reise-Winke von Goethe bis Kafka 1964
  • Gewiegt von Regen und Wind Roman, 1954
  • Die Potsdamerin Roman, 1979
  • Wiedersehen mit Piroschka Reisebericht, 1967
  • O Tannenbaum. Heitere Weihnachten gefeiert mit Hugo Hartung und vielen anderen 1962
  • Die goldenen Gnaden. Festtagsgeschichten 1960
  • Das Feigenblatt der schönen Denise und andere bedenkliche Geschichten
  • Das ist Herr Marinucci Das leichte Glück Komödie; Musik B. Eichhorn, 1936
  • Die wundersame Nymphenreise Bilder E. Eisgruber, 1951
  • Das Toenchen. Eine vergnügliche Geschichte Illustrationen von R. Stahle, 1985
  • Ein Prosit der Unsterblichkeit. Kein heiterer Roman 1960
  • Ein Junitag Erzählung, 1950
  • Die Hofe des Paradieses Novelle, 1955
  • Die glitzernde Marietta
  • Wir Meisegeiers. Der Wunderkinder zweiter Teil Roman, 1972
  • Unser kleiner Herr Stationsvorsteher. Ein Märchen aus der Welt der Spielzeugeisenbahnen 1967
  • Der Witz der Schlesier, gesammelt und aufgezeichnet 1972
  • Ihr Mann ist tot und lasst Sie grüßen … Ein Schelmenroman über Leben, Liebe und Taten des Feldwebels J. B. N. Schwartlein 1965
  • Von den Freuden und Nöten eines lesenden Autors 1964
  • Die große belmontische Musik
  • Das sarmatische Mädchen – Die galiläische Rosalinde Erzählung, 1959
  • Kindheit ist kein Kinderspiel Roman, 1968; erweiterte Taschenbuchausgabe 1972
  • Konig Bogumil König. Ein heiterer Roman 1961
  • Mein Apfelbaum, mein Dackel und ich 1972
  • Ewigkeit
  • Keine Nachtigallen im Ölbaumwald Erzählung, 1969
  • Der Himmel war unten Roman, 1951; 1965 m. d. Untertitel: Vom Kampf und Untergang Breslaus
  • Das dritte Licht Sammlung, 1974; enthält auch: Das silberne Schiff und Ich wurde Glocke und Musik
  • Timpe gegen alle. Ein Roman von kuriosen Alten und von junger Liebe 1962
  • Ich denke oft an Piroschka. Eine heitere Sommergeschichte 1954; später mit dem Untertitel: Ein heiterer Roman ; Ausgabe 1973 zusammen mit: Wiedersehen mit Piroschka
  • Die glitzernde Marietta Erzählung, 1962
  • Friedrich Huchs epischer Stil Dissertation, 1928
  • Die Braut von Bregenz 8 Erzählungen, 1961
Übersetzung
  • Harry Mortimer Batten: Wolfstern. Eine Geschichte von Wölfen und Menschen des Nordlandes übersetzt mit Sigyn Hartung, 1948
Werkausgabe

Gesamtausgabe in 8 Bänden. Herausgegeben von Sigyn Hartung. Schneekluth, München 1982.

  • Band VI: Ihr Mann ist tot und lasst sie grüßen. Ein Schelmenroman über Leben, Liebe und Taten des Feldwebels J. B. N. Schwartlein – König Bogumil König – Das Feigenblatt der schönen Denise und andere bedenkliche Geschichten
  • Band I: Der Himmel war unten – Der Deserteur oder Die große belmontische Musik
  • Band VII: Aber Anne hieß Marie. Ein heiterer Roman – Die glitzernde Marietta
  • Band III: Ein Prosit der Unsterblichkeit. Kein heiterer Roman – Stern unter Sternen
  • Band V: Ich denke oft an Piroschka. Eine heitere Sommergeschichte – Wiedersehen mit Piroschka – Die Potsdamerin
  • Band IV: Wir Wunderkinder. Der dennoch heitere Roman unseres Lebens – Wir Meisegeiers
  • Band VIII: Kindheit ist kein Kinderspiel. Erinnerungen – Die goldenen Gnaden – Die Braut von Bregenz – Keine Nachtigallen im Ölbaumwald
  • Band II: Gewiegt von Regen und Wind – Schlesien 1944/45. Aufzeichnungen und Tagebücher