ⓘ Erich Elingius

                                     

ⓘ Erich Elingius

Elingius absolvierte von 1898 bis 1902 ein Architekturstudium in Karlsruhe und München. Von 1902 bis 1904 war er im Büro von Hermann Billing in Karlsruhe tätig.

1904 trat Elingius in das 1887 gegründete Hamburger Architekturbüro Frejtag & Wurzbach ein, das ab 1910 als Frejtag & Elingius firmierte. Hier begründete er eine durch englische Vorbilder inspirierte Tradition des gehobenen Einfamilienhausbaus, die über Jahrzehnte Gültigkeit besaß.

Elingius war Mitglied im Deutschen Werkbund und förderte den 1901 als einen der ersten Heimatschutzvereine gegründeten Verein für Vierländer Kunst und Heimatkunde. Er entwarf vorwiegend Backsteinfassaden mit klassizistischen Details und neigte damit zum Konservativen. Er zeigte sich aber auch der klassischen Moderne gegenüber aufgeschlossen, wie an einigen Siedlungsbauten und zum Beispiel an einem positiven Gutachten zum umstrittenen Landhaus Michaelsen von Karl Schneider ersichtlich wird.

1921 trat Gottfried Schramm in das Büro ein; die Partnerschaft erfolgte nach dem Tode von Leon Frejtag 1927 mit der Kurzbezeichnung Elingius & Schramm. Arbeitsgebiete waren vor allem Einfamilienhäuser Villen, Landhäuser, Kontorhäuser und öffentlich geförderter Wohnungsbau.

1939 wurde das Büro von Konstanty Gutschow mit Gutachten und Teilentwürfen zu den Planungen zur Neugestaltung Hamburgs im Rahmen des "Führerstadt-Programms" beauftragt unter anderem Entwurf für eine Fahrgastanlage am Nordufer der Elbe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte es seine Tätigkeit mit Verwaltungsgebäuden, Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbauten fort. Elingius’ Mitgliedschaft in der NSDAP führte jedoch zum Entzug des Entwurfsauftrags für den Sitz der britischen Militärverwaltung, die späteren Grindelhochhäuser, auch der Versuch einer Neuetablierung des Bundes Hamburger Architekten scheiterte.

Als Erich Elingius 1948 starb, setzte Gottfried Schramm die Arbeitsgemeinschaft mit dessen Sohn Jürgen Elingius fort, der 1939 bereits pro forma als Juniorpartner dem Büro beigetreten war. Die neue Partnerschaft trug die Kurzbezeichnung Schramm & Elingius. Das Büro besteht bis heute.

Erich Elingius wurde auf dem Friedhof Nienstedten beigesetzt.

                                     

1. Bauten in Hamburg

  • Mehrfamilienhaus Rosenhagenstraße 2
  • 1906: Kontorhaus, Schauenburgerstraße 15
  • 1925: Wohnhaus Haselknick 22 in Wohldorf-Ohlstedt
  • 1926–1927: Versuchshäuser der Vulcan-Werft, Soltstücken 2–4 in Fuhlsbüttel
  • 1909: Villa Von-Anckeln-Straße 4 in Bergedorf
  • 1935: Wohnhausgruppe an der Fontenay-Allee in Rotherbaum
  • 1920: Backsteinbau Dörpfeldstraße 36 in Altona
  • 1911: Haus Möller, Reventlowstraße 5 in Othmarschen
  • 1940: Verwaltungsgebäude der Firma Kopperschmidt & Söhne, Wandsbeker Straße 13
  • 1923–1924: Haus Hinrichsen, Bebelallee 14 in Winterhude
  • 1926–1927: Siedlungsbau Veddeler Brückenstraße in Veddel
  • 1908–1910: Umbau der Mutzenbecher-Villa, Bondenwald 110 im Niendorfer Gehege
  • 1923: Haus Strassburger, Goernestraße 37 in Eppendorf
  • 1928: Umbau der Eingangshalle des Verwaltungsgebäudes der HAPAG Ballindamm 25
  • 1927: Landhaus Westerkamp, Saselbergweg 15 in Sasel
  • 1910: Haus Meyer, Alte Hege 5 in Aumühle
  • 1910–1911: Kontorhaus Neuer Wall 32
  • 1939: Einfamilienhaus in Hamburg-Nienstedten
  • 1925–1926: Haus Sellschopp, Am Mühlenteich 17 in Wentorf
  • 1907–1908: Kontorhaus Rödingsmarkt 19
  • 1910: Haus Köllisch, Kösterbergstraße 12 in Blankenese
  • 1930: Golfklubhaus Falkenstein, In den Bargen 59 in Rissen
  • 1930–1960: Verwaltungsgebäude für die Hamburg-Mannheimer Versicherung, Alsterufer 1/3
  • 1922: Haus Blohm, Bebelallee 141 in Alsterdorf
  • 1922–1923: Haus Stahl, Bebelallee 12 in Winterhude
  • 1911: Kontorhaus Schauenburger Straße 21
  • 1926–1927: Siedlungsbau Wilhelmsburger Straße 77–94 mit Hermann Höger
  • 1908–1910: U-Bahnhof Berliner Tor am Westphalensweg 1964 abgerissen
  • 1939: Umbau und Erweiterung eines Landsitzes für den Reeder John T. Essberger in Trittau
  • 1909: Häuser für Stachow Erben, Reinbeker Weg 61–67 in Bergedorf
  • 1922: Wohnhaus Klein Flottbeker Weg 89 in Othmarschen
  • 1916–1917: Privatklinik für Dr. A. Calmann, Johnsallee 68 in Rotherbaum
  • 1908: Haus Seip, Reventlowstraße in Othmarschen Frejtag & Wurzbach
  • 1938: Erweiterung des Esso-Hauses, Neuer Jungfernstieg 21, Esplanade 2–4, Fehlandstraße 2
  • 1928: Ohlendorff’sche Villa, Im Alten Dorfe 28 in Volksdorf
                                     

2. Schriften

  • Erich Elingius Hrsg.: Die Palmaille in Altona–Ein Kulturdokument des Klassizismus. Johann Trautmann Verlag, Hamburg 1938.
  • Leon Frejtag, Erich Elingius Hrsg.: Architekten Frejtag & Elingius Hamburg. Hamburg um 1920.
  • Hamburger Bauten in zwei Jahrzehnten. Arbeiten von Erich Elingius und Gottfried Schramm. Druckerei Petermann, Hamburg 1938.
                                     
  • Elingius ist der Nachname der folgenden Personen: Erich Elingius 1879 1948 deutscher Architekt Jürgen Elingius 1912 2006 deutscher Architekt
  • Jürgen Elingius 17. März 1912 in Hamburg 2006 war ein deutscher Architekt. Geboren als Sohn des Architekten Erich Elingius studierte er von 1931
  • in seiner Geburtsstadt. Schramm trat 1924 in das Architekturbüro von Erich Elingius ein. Das Büro befasste sich hauptsächlich mit der Planung von Wohnblöcken
  • Frejtag 1908 Erich Elingius der seit 1904 für die Sozietät arbeitete, als neuen Teilhaber auf. 1910 benannte er das Büro in Frejtag Elingius um. Mit der
  • von Scheel im Bestand dokumentieren, die Fotos wurden in einem von Erich Elingius herausgegebenen Buch veröffentlicht. Neben seinen Reportagen und Architekturaufnahmen
  • Studiums nahm er eine Tätigkeit im Architekturbüro Elingius Schramm an. Das von seinem Onkel und Erich Elingius geleitete Büro bearbeitete zahlreiche Projekte
  • Planungen abgerissen werden sollten. Die Fotos wurden in einem von Erich Elingius herausgegebenen Buch veröffentlicht. Als das alte Altona in den Bombennächten
  • 1917 Erich Elingius Hamburger Kontorhaus - und Landhausarchitekt 1948 Jürgen Elingius Sohn und Büronachfolger von Erich Elingius 2006 Friedrich
  • groSe Aufträge. In Hamburg arbeitete er mit Martin Haller, Fritz Höger, Erich Elingius Hans und Oskar Gerson sowie dem Büro von Otto Ameis und dessen Partner
  • Mutzenbecher und wurde zur Parkanlage umgestaltet. 1908 10 lieS er sich von Erich Elingius einen Backsteinbau von 1910 im gründerzeitlichen Landhausstil nach englischem