ⓘ Wilhelm Hartung (Maler)

                                     

ⓘ Wilhelm Hartung (Maler)

Wilhelm Hartung war ein Schweizer Maler, Freskant und Grafiker. Er war der Vater von Willi Hartung und der Bruder von Eugen Hartung.

                                     

1. Leben und Wirken

Hartung studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGKZ, die aus der 1878 gegründeten Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich hervorging. 1924 nahm er am Stadttheater-Wettbewerb Zürich teil. Er war auch als Gestalter von Plakaten und Bühnenbildern tätig.

Hartung schuf Wandbilder an verschiedenen Gebäuden in der Stadt Zürich: 1923/1924 den Zug der bewaffneten Zürcherinnen auf den Lindenhof an der Strehlgasse, 1927 Manesse und Zähringer an der Manesse- und Mühlegasse, 1925 ein Sockelbild am Haus "zur Reblaube", 1939 das Fassadenbild beim Schweizer Heimatwerk bei der Rudolf-Brun-Brücke. Seine Wandbilder finden sich auch an Schulen und Kindergärten.

Für die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich ABZ bemalte er verschiedene Wohnkolonien: 1928 die Kolonie Sihlfeld, 1930 die Kolonie Neugasse im Kreis 5. 1930 realisierte er für die Kolonie Kanzleistrasse im Zürcher Aussersihl rund vierzig Fassadenmalereien in der Tradition der Zürcher Genossenschaftsbilder der Zwischenkriegszeit. Das umfangreiche Werk zeigt ein vielseitiges Gesellschaftsbild aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Sein Sohn war Willi Hartung und sein Bruder war Eugen Hartung.

                                     

2. Ausstellungen

  • Katalog. XVII. Nationale Kunstausstellung im Kunsthaus Zürich 1928.
  • XI. Internationale Kunstausstellung München 1913, Schweizerische Abteilung, Vorausstellung in der Kunsthalle Basel 1913.
  • Schweizerische Kunstausstellung, Basel 1956.
  • Sektion Zürich, GSMBA. Kunsthaus Zürich 1947.
  • Katalog der XVI. Nationalen Kunstausstellung im Kunsthaus Zürich 1925.
  • Zürcher Künstler. Skulpturen – Gemälde – Zeichnungen. 1939.
  • Exposition suisse des Beaux-Arts, Genf 1918.
  • Neue Schweizerische Wandmalerei, Kunsthaus Zürich 1934.