ⓘ John F. Hartwig

                                     

ⓘ John F. Hartwig

John F. Hartwig wurde in der Nähe von Chicago geboren und wuchs in Upstate New York auf. Er studierte von 1982 bis 1986 Chemie an der Princeton University und erwarb dort 1986 den Bachelor of Arts. Seine Bachelorarbeit betreute Maitland Jones. 1990 wurde Hartwig an der University of California, Berkeley in Chemie zum Ph.D. promoviert. In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit der Synthese und den Reaktionsmechanismen von Komplexen mit Ruthenium-Kohlenstoff-, Ruthenium-Stickstoff- und Ruthenium-Sauerstoff-Bindungen. Seine Betreuer waren Richard A. Anderson und Robert Bergman. Als Postdoktorand der American Cancer Society war er 1990 bis 1992 bei Stephen Lippard am Massachusetts Institute of Technology. Dort untersuchte er Platin-DNA-Addukte, die nach Einnahme platinhaltiger Chemotherapeutika entstehen, und ihre Fähigkeit, die Vervielfältigung der DNA zu hemmen und Proteine zu binden. 1992 wechselte er an die Yale University, wo er Assistant Professor 1992–1996, Associate Professor 1996–1998, Professor 1998–2004 und schließlich Irénée P. duPont Professor für Chemie war 2004–2006. Von 2006 bis 2011 war er Kenneth L. Rinehart Jr. Professor für Chemie an der University of Illinois at Urbana-Champaign und seit 2011 ist er Henry Rapoport Professor für Chemie an der University of California, Berkeley sowie Wissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory.

Hartwig arbeitet auf dem Gebiet der metallorganischen Chemie und der Komplexchemie. Er erforscht neue Reaktionen organischer Verbindungen, die durch Komplexe von Übergangsmetallen katalysiert werden. So entwickelte er beispielsweise eine Palladium-katalysierte Aminierung, die heute Buchwald-Hartwig-Kupplung genannt wird, eine Methode zur Darstellung von Arylaminen und Arylethern aus Arylhalogeniden oder Arylsulfonaten, eine selektive katalytische Funktionalisierung von Alkanen und viele weitere Palladium-katalysierte Reaktionen.

                                     

1. Werke

Hartwig veröffentlichte mehr als 300 Arbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften, mehr als 10 Patente und folgende Monografien:

  • John F. Hartwig: Organotransition Metal Chemistry. From Bonding to Catalysis. University Science Books, Mill Valley, California 2010, ISBN 1-891389-53-X, ISBN 978-1-891389-53-5
  • John F. Hartwig: Synthesis and reactivity of compounds containing ruthenium-carbon, -nitrogen, and -oxygen bonds. Thesis Ph.D., University of California, Berkeley, 1990