ⓘ Ernest L. Eliel

                                     

ⓘ Ernest L. Eliel

Ernest Ludwig Eliel, ursprünglich Ernst Ludwig Eliel, war ein US-amerikanischer Chemiker.

Ernst Eliel wurde als jüngster Sohn des Kölner Juristen Oskar Eliel und seiner Frau Luise, geb. Tietz in Köln geboren. Eliel floh aus Deutschland vor den Nationalsozialisten über Schottland, Kanada und Kuba, wo er sein Studium an der Universität von Havanna begann, an der er 1946 in Chemie promoviert wurde. Dann ging er in die USA und wurde 1948 an der University of Illinois in Organischer Chemie bei Harold Ray Snyder promoviert. Danach war er zunächst Instructor und dann Professor an der University of Notre Dame, an der er 1964 bis 1966 der Chemie-Fakultät vorstand, und ab 1972 war er William Rand Kenan Jr. Professor an der University of North Carolina in Chapel Hill.

Er war vor allem für Forschungen zur Stereochemie bekannt und galt darin als Autorität in den USA mit einem einflussreichen Lehrbuch und Standardwerk, das bereits 1962 erschien. Er befasste sich mit Konformationsanalyse, asymmetrischer Katalyse, organischen Schwefelverbindungen, Chemie von Heterocyclen und Carbanionen und kernmagnetischer Resonanz. Mit Horst Kessler und Gerhard Binsch führte er 1971 den Begriff Topomerisierung und Topomer ein.

1997 erhielt er den NAS Award for Chemistry in Service to Society und 1995 die Priestley Medal. Er war Fellow der National Academy of Sciences, der American Association for the Advancement of Science deren Chemie-Sektion er 1991/92 vorstand, der Royal Society of Chemistry und der American Academy of Arts and Sciences 1980. Er erhielt 1968 die Lavoisier-Medaille der französischen chemischen Gesellschaft, 1995 den Pimentel-Preis und war 1975/76 als Guggenheim Fellow in Stanford und Princeton und 1983/84 an der Duke University. Eliel war 1992 Präsident der American Chemical Society. 1981 war er C. V. Raman Gastprofessor in Madras.

Eliel starb 2008 im Alter von 86 Jahren und wurde auf dem Judea Reform Congregation Cemetery in Chapel Hill Township beigesetzt. Er hinterließ seine Frau Eva geb. Schwarz und zwei Töchter.

Am 25. September 2019 wurden im Gedenken an Ernest Eliel und seine Eltern Oskar und Luise Eliel in Köln-Braunsfeld vor dem Haus der Familie auf Initiative des Deutschen Alpenvereins, Sektion Rheinland-Köln drei Stolpersteine verlegt.

                                     

1. Schriften

  • Deutsche Ausgabe: Grundlagen der Stereochemie, Birkhäuser 1972, 2. Auflage 1977
  • Stereochemistry of Carbon Compounds, McGraw Hill 1962
  • mit Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds, Wiley 1994
  • Deutsche Übersetzung: Organische Stereochemie, Wiley-VCH 1998 übersetzt und bearbeitet von Henning Hopf, Johann Mulzer, sowie davor als Stereochemie der Kohlenstoffverbindungen, Weinheim: VCH 1966
  • mit Samuel H. Wilen, Michael P. Doyle: Basic organic stereochemistry, Wiley 2001
  • Conformational Analysis, American Chemical Society 1981 zuerst Interscience 1965
  • From Cologne to Chapel Hill, American Chemical Society 1990 Autobiographie
                                     
  • the Promotion of Science war. Als Post - Doktorand war er bis 1981 bei Ernest L Eliel an der University of North Carolina in Chapel Hill. 1981 wurde er Dozent
  • Stereoselektive Synthese Ernest L Eliel Stereochemie der Kohlenstoffverbindungen, Weinheim, Verlag Chemie, 1966 Ernst Ruch, Ivar Ugi: Das stereochemische
  • Stereoselectivity? J. Org. Chem. 71 2006 2411 2416 doi: 10.1021 jo052554w. Ernest L Eliel Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds, John Wiles
  • Ernest L Eliel Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds. John Wiles Sons, 1994, ISBN 0 - 471 - 05446 - 1, S. 221 240. Ernest L Eliel Samuel
  • Parry 1994: Howard E. Simmons 1995: Derek H. R. Barton 1996: Ernest L Eliel 1997: Mary L Good 1998: Frank Albert Cotton 1999: Ronald Breslow 2000: Darleane
  • Weinheim 1972 Nachdruck der 1. Auflage von 1967 ISBN 3 - 527 - 25196 - 0. Ernest L Eliel Die Entwicklung der Stereochemie seit Le Bel und van t Hoff. In: Chemie
  • Drake 1930 Richard J. Duffin 1909 1996 Pol Duwez 1907 1984 Ernest L Eliel 1921 2008 Hans P. Eugster 1925 1987 Harold J. Evans 1921 2007
  • Symposium zu Ehren des Chemikers Julius Tröger auf zv.uni - leipzig.de Ernest L Eliel Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds, John Wiley
  • Auflage. John Wiley Sons, 2013, ISBN 978 - 0 - 470 - 46259 - 1, S. 798 799. Ernest L Eliel Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds. John Wiles
  • lehrte er als Gastwissenschaftler am RIKEN - Institut in Japan. mit Ernest L Eliel Samuel H. Wilen: Stereochemistry of Organic Compounds, Wiley 1994